Entscheidungen
Entscheidungen werden doch wohl immer aus dem Bauch heraus getroffen. Natürlich, so funktioniert Werbung und gleichfalls auch der oberflächliche Flirt im klassichen Disco- oder Eiscafémilieu.
Noch ehe der Verstand zuschlagen kann und damit auch unser kindlich spontanes Wohlbefinden annulliert.
Doch wie steht es mit den Entscheidungen - oft nur zwischen zwei attraktiven Angeboten - auf lange Sicht, auch ernste Entscheidungen genannt? Folgt auf dem begeisterten Feuer gleich die Reue,weil man sich schließlich keine nützenden Gedanken gemacht, sondern nur seinen Sinnen und bestenfalls seinem Herzen gefolgt ist.
Das man nicht immer seinen puren Impulsen folgen sollte, steht jedenfalls fest, betrachte man so manchen in die Enge getriebenen Menschen, der vor Wahnsinn und prinzipiell purer Verzweifelung aus
dem Fenster springen möchte. Insofern er sich dennoch damit geduldet wird ihm sein Leben bald auch wieder bessere Facetten präsentieren.
Ein kluger Mensch sagte unlängst zu mir: "Du, das Leben besteht aus einer Reihe von Entscheidungen." - Das klingt nach Erleichterung, nämlich so, als wäre "der Griff ins Klo" gelegentlich auch darin inbegriffen.
Vor allem hält das Leben selbst, gewöhnlich nicht unendlich viel Zeit bereit, ununterbrochen über eine kommende oder bereits geleistete (Fehl)entscheidung nachzugrübeln. Entscheidungen müssen
nun ganz einfach getroffen werden.
Im Grunde darf sich der Mensch diesbezüglich eine kleine, aber feine Faustregel zu Gemüte führen: Der erste Eindruck entscheidet! Alles andere ist nachgeliefertes Material und verrationalisierte Beweggründe.
Die Entscheidung aber, wurde jedoch längst gefällt, noch ehe man beginnt zu denken.
Wenn man das einsieht, dann lässt sich eine Menge Zeit sparen. Sollte man seine Entscheidungen gegenüber irgendjemanden rechtfertigen müssen, so möge man sich der Mühe annehmen und ein paar rationale
Gründe erfinden und anschließend eben nachliefern.
Wenn Ihr meint, dieser oder jene Anlageberater würde Euch das wirklich ultimativ intelligente Produkt verkaufen und vorher eingehend beraten - weit gefehlt! Ihr habt zuallererst ihn eingekauft; sein Lächeln, sein über- zeugtes Auftreten, die Augen, die Stimme und bestenfalls an allerletzter
Stelle das Produkt.
So ist es nun einmal. Wer sich unabhängig wissen will von personifizierten Manipulationen, der möge sich entweder in den Keller sperren oder in ein Kloster gehen. Zumindest tragen dort alle die gleiche Kutte,
so dass sich niemand von einem Nadelstreifenanzugträger blenden lassen kann.
Es gibt durchdachte, neue Wege, auf denen man meint sich geirrt zu haben, sich verändern zu müssen, radikal. Dass alles doch anders wird.
Am Ende läuft man wieder auf den selben Punkt hinaus, in etwas anderer Form. Das ist das spannende und zugleich ernüchternde im Leben. Weil die Kriterien in einem selbst, grob gesagt, immer
gleich geblieben sind. Man hat nun mal seine Art. Und man hat sein Unbewusstes, was über Attraktivität oder Abneigung zu einem Ding oder Wesen hin urteilt.
Es geht stetig, ein Leben lang, wendeltreppenförmig nach oben! Das Fortkommen besteht eher in der Höhe und nicht in der Weite. Letzteres könnte auch als Zerstreuung bezeichnet werden, und das widerum ist
das Gegenteil von Konzentration. Und Konzentration ist notwendig, wenn wir uns einer Sache annehmen wollen. Was nützen tausend angefangene Baustellen, wenn kein Haus entsteht? Denn es will Winter
werden und jeder benötigt eine Heimat, ein Dach über dem Kopf.
Und nochmal: Entscheidungen müssen gefällt werden. Besser heute als morgen. Sie tun gar nicht so sehr weh, sondern zwicken nur ein bisschen.
Selbst, wenn wir unser Leben ändern, oder ein paar neue Eigenschaften dazu ersinnen, bleiben wir in unserem Radius gefangen. Wir sind einfach wie wir sind, und das ist gut so. Wir brauchen uns gar nicht
treu zu sein, denn wir tun sowieso immer das gleiche. Wir ändern unser Leben meinetwegen von der einen in die andere Richtung, doch wie wir es bestreiten, das bleibt sich gleich. Von Licht
wandern wir in den Schatten und umgekehrt, doch unser Tempo und unser Grundgemüt ob positiv oder negativ, aggressiv oder friedvoll, gemütlich oder unruhig, es bleibt. Jemand mag sein Alkoholikerdasein
gegen den viel gesünderen Sport eintauschen. Wenn er Quartalssäufer war, wird er demnächst auch unregelmäßigen Sport betreiben. Womöglich ärgert er sich und möchte disziplinierter sein. Im Grunde jedoch hat er sein Verhalten veredelt, weil er durch den Sport bereits die bessere Wahl getroffen hat.
Dadurch, dass wir uns kennen, können wir in unserem Bewusstsein immer höher schreiten und die zu treffenden Entscheidungen abkürzen.
Und so ließe sich die Aussage, dieses Textes auf folgende Quintessenz zusammenfassen: Wer sich selbst kennt in seinem Gefühl- und Handlungsspielraum wird stets sicherer seine Entscheidungen fällen, als
derjenige, welcher alle Möglichkeiten bis zur Verzweifelung ausprobiert.
PS Zu hohe Erwartungen könnten auch ein Grund dafür sein unsere Entscheidungen schmerzlich lange zu verzögern. Das bringt doch nichts: Bleiben wir unseren Eigenschaften ruhig treu und verändern unsere
Ziele. Und da unsere Gangart nicht zu jedem Ziel passt, benötigen wir auch keine huderttausend Möglichkeiten mehr.
Noch ehe der Verstand zuschlagen kann und damit auch unser kindlich spontanes Wohlbefinden annulliert.
Doch wie steht es mit den Entscheidungen - oft nur zwischen zwei attraktiven Angeboten - auf lange Sicht, auch ernste Entscheidungen genannt? Folgt auf dem begeisterten Feuer gleich die Reue,weil man sich schließlich keine nützenden Gedanken gemacht, sondern nur seinen Sinnen und bestenfalls seinem Herzen gefolgt ist.
Das man nicht immer seinen puren Impulsen folgen sollte, steht jedenfalls fest, betrachte man so manchen in die Enge getriebenen Menschen, der vor Wahnsinn und prinzipiell purer Verzweifelung aus
dem Fenster springen möchte. Insofern er sich dennoch damit geduldet wird ihm sein Leben bald auch wieder bessere Facetten präsentieren.
Ein kluger Mensch sagte unlängst zu mir: "Du, das Leben besteht aus einer Reihe von Entscheidungen." - Das klingt nach Erleichterung, nämlich so, als wäre "der Griff ins Klo" gelegentlich auch darin inbegriffen.
Vor allem hält das Leben selbst, gewöhnlich nicht unendlich viel Zeit bereit, ununterbrochen über eine kommende oder bereits geleistete (Fehl)entscheidung nachzugrübeln. Entscheidungen müssen
nun ganz einfach getroffen werden.
Im Grunde darf sich der Mensch diesbezüglich eine kleine, aber feine Faustregel zu Gemüte führen: Der erste Eindruck entscheidet! Alles andere ist nachgeliefertes Material und verrationalisierte Beweggründe.
Die Entscheidung aber, wurde jedoch längst gefällt, noch ehe man beginnt zu denken.
Wenn man das einsieht, dann lässt sich eine Menge Zeit sparen. Sollte man seine Entscheidungen gegenüber irgendjemanden rechtfertigen müssen, so möge man sich der Mühe annehmen und ein paar rationale
Gründe erfinden und anschließend eben nachliefern.
Wenn Ihr meint, dieser oder jene Anlageberater würde Euch das wirklich ultimativ intelligente Produkt verkaufen und vorher eingehend beraten - weit gefehlt! Ihr habt zuallererst ihn eingekauft; sein Lächeln, sein über- zeugtes Auftreten, die Augen, die Stimme und bestenfalls an allerletzter
Stelle das Produkt.
So ist es nun einmal. Wer sich unabhängig wissen will von personifizierten Manipulationen, der möge sich entweder in den Keller sperren oder in ein Kloster gehen. Zumindest tragen dort alle die gleiche Kutte,
so dass sich niemand von einem Nadelstreifenanzugträger blenden lassen kann.
Es gibt durchdachte, neue Wege, auf denen man meint sich geirrt zu haben, sich verändern zu müssen, radikal. Dass alles doch anders wird.
Am Ende läuft man wieder auf den selben Punkt hinaus, in etwas anderer Form. Das ist das spannende und zugleich ernüchternde im Leben. Weil die Kriterien in einem selbst, grob gesagt, immer
gleich geblieben sind. Man hat nun mal seine Art. Und man hat sein Unbewusstes, was über Attraktivität oder Abneigung zu einem Ding oder Wesen hin urteilt.
Es geht stetig, ein Leben lang, wendeltreppenförmig nach oben! Das Fortkommen besteht eher in der Höhe und nicht in der Weite. Letzteres könnte auch als Zerstreuung bezeichnet werden, und das widerum ist
das Gegenteil von Konzentration. Und Konzentration ist notwendig, wenn wir uns einer Sache annehmen wollen. Was nützen tausend angefangene Baustellen, wenn kein Haus entsteht? Denn es will Winter
werden und jeder benötigt eine Heimat, ein Dach über dem Kopf.
Und nochmal: Entscheidungen müssen gefällt werden. Besser heute als morgen. Sie tun gar nicht so sehr weh, sondern zwicken nur ein bisschen.
Selbst, wenn wir unser Leben ändern, oder ein paar neue Eigenschaften dazu ersinnen, bleiben wir in unserem Radius gefangen. Wir sind einfach wie wir sind, und das ist gut so. Wir brauchen uns gar nicht
treu zu sein, denn wir tun sowieso immer das gleiche. Wir ändern unser Leben meinetwegen von der einen in die andere Richtung, doch wie wir es bestreiten, das bleibt sich gleich. Von Licht
wandern wir in den Schatten und umgekehrt, doch unser Tempo und unser Grundgemüt ob positiv oder negativ, aggressiv oder friedvoll, gemütlich oder unruhig, es bleibt. Jemand mag sein Alkoholikerdasein
gegen den viel gesünderen Sport eintauschen. Wenn er Quartalssäufer war, wird er demnächst auch unregelmäßigen Sport betreiben. Womöglich ärgert er sich und möchte disziplinierter sein. Im Grunde jedoch hat er sein Verhalten veredelt, weil er durch den Sport bereits die bessere Wahl getroffen hat.
Dadurch, dass wir uns kennen, können wir in unserem Bewusstsein immer höher schreiten und die zu treffenden Entscheidungen abkürzen.
Und so ließe sich die Aussage, dieses Textes auf folgende Quintessenz zusammenfassen: Wer sich selbst kennt in seinem Gefühl- und Handlungsspielraum wird stets sicherer seine Entscheidungen fällen, als
derjenige, welcher alle Möglichkeiten bis zur Verzweifelung ausprobiert.
PS Zu hohe Erwartungen könnten auch ein Grund dafür sein unsere Entscheidungen schmerzlich lange zu verzögern. Das bringt doch nichts: Bleiben wir unseren Eigenschaften ruhig treu und verändern unsere
Ziele. Und da unsere Gangart nicht zu jedem Ziel passt, benötigen wir auch keine huderttausend Möglichkeiten mehr.
sally_ganelli - 12. Sep, 11:22

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